Übergänge in eine berufliche Ausbildung (2009)

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Beicht, Ursula; Granato, Mona, 2009:

Übergänge in eine berufliche Ausbildung. Geringere Chancen und schwierige Wege für junge Menschen mit Migrationshintergrund.
Bonn, Friedrich-Ebert-Stiftung, Abt. Wirtschafts- und Sozialpolitik, Gesprächskreis Migration und Integration (= Wiso Diskurs: Expertisen und Dokumentationen zur Wirtschafts- und Sozialpolitik)

ISBN: 978-3-86872-151-5 | URL: http://library.fes.de/pdf-files/wiso/06687.pdf | Bibliotheksnachweis Berlin: B 720 ► Senatsbibliothek - KOBV ► Weitere Nachweise im Kooperativen Bibliotheksverbund Berlin-Brandenburg |


Siehe auch: Übergänge ins Arbeitsleben




Notizen

Die Autorinnen beobachten einen erschwerten Zugang von jungen Menschen mit Migrationshintergrund in eine betriebliche Ausbildung und sehen im Mentoring ein mögliches Instrument, um Verbesserungen zu erreichen.

Sie verweisen auf die Ursprünge des Mentorings als[1]

"eine(r) erfolgreiche(n) personalpolitische(n) Strategie zahlreicher Unternehmen zur Förderung von jungen Frauen und Männern als Nachwuchskräften."

Das Instrument könne über den Entstehungszusammenhang hinaus zur Förderung von Chancengleichheit eingesetzt werden. Sie fordern vielfältige Verbesserungen im "Übergangssystem", wobei sie dem Mentoring eine nachrangige aber spezifische Aufgabe zuweisen:[1]

"Die Sensibilisierung von Personalverantwortlichen in Betrieben und Verwaltungen im Hinblick auf Chancengleichheit in den Personalprozessen ist hierfür eine zentrale Voraussetzung. Begleitete Qualifizierungsnetzwerke vor Ort sowie die Strategie „Vielfalt als Chance“, aber auch der Einsatz von MentorInnen im Unternehmen können hierbei einen Beitrag leisten."

Dabei reichten jedoch punktuelle Unterstützungsleistungen nicht aus, weil junge Menschen mit Migrationshintergrund auf weniger familiäre Unterstützungsnetzwerke als andere zurückgreifen könnten. Deswegen sei ein Ausbau des Mentorings angesagt:[2]

"Notwendig ist daher eine aktive, kontinuierliche Begleitung junger Menschen in dieser Phase. Der Übergangsprozess sollte durch ein breit angelegtes Mentoring-Programm unterstützt werden (Krekel/Ulrich 2009). Hierbei sollten geschulte MentorInnen zur aktiven, kontinuierlichen Begleitung insbesondere junger Menschen mit Migrationshintergrund eingesetzt werden – von der ersten beruflichen Orientierung (5. Klasse), beim Übergang von der Schule in die Ausbildung, im Verlauf der Ausbildung und darüber hinaus beim Übergang in den Beruf.
Die Begleitung durch einen „Paten/Patin“ mit Vorbildfunktion durch den gesamten Orientierungs-, Übergangs- und Qualifizierungsprozess hindurch bis zu einer stabilen ausbildungsadäquaten Einmündung in den Beruf könnte neben der Stabilisierung und Stärkung der eigenen Fähigkeiten erheblich zum Gelingen der Qualifizierung und der Einmündung in den Beruf beitragen.
MentorInnen könnten u.a. in ihrer Funktion als „Brückenbauer“ als Ansprechpartner für Unternehmen fungieren und so einen Beitrag dazu leisten, fehlende berufliche Netzwerke von Migrantenfamilien ein Stück weit zu kompensieren (IQ-Facharbeitskreis Qualifizierung 2008)."




  1. 1,0 1,1 S. 35
  2. S. 39


Ausgabe: 31.10.2009 | aktualisiert

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