Informationen zum 3. Freiwilligensurvey (1999-2009)
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Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, 2010:
Informationen zum 3. Freiwilligensurvey (1999-2009). |
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URL: http://www.bmfsfj.de/RedaktionBMFSFJ/Internetredaktion/Pdf-Anlagen/freiwilligensurvey-3,property=pdf,bereich=bmfsfj,sprache=de,rwb=true.pdf - 19.02.2010 |
Die Ergebnisse zusammengefaßt
Engagementquote: 71 % der Menschen über 14 Jahren sind in Gruppen, Vereinen oder Verbänden sowie Organisationen und öffentlichen Einrichtungen aktiv, 36 % durch ein - so die Definition - unentgeltliche längerfristige Übernahme von Arbeiten, Aufgaben oder Funktionen freiwillig engagiert[1] - und das durchschnittlich bereits seit zehn Jahren. 90 % engagieren sich mindestens einmal monatlich, 56 % wöchentlich. In Westdeutschland stagniert die Engagementquote nach 36 % (1999) bei jeweils 37 % (2004 und 2009); in Ostdeutschland ebenfalls bei 31 % (2004 und 2009) nach einer Steigerung gegenüber 1999 (28 %).
Engagementpotenzial: Von den 64 % nicht freiwillig Engagierten waren 1999 10 % "bestimmt bereit", sich zu engagieren, 2004 waren es dann 12 % und 2009 noch 11 %. "Eventuell bereit" waren 1998 16 %, 2004 20 % und 2009 26 % der nicht freiwillig Aktiven. Für tns infratest, das den Freiwilligensurvey im Auftrag des Bundesministeriums durchführt, spricht dies für ein "stark verbessertes Engagementklima"[2].
Engagementzyklus: Das Engagement verändert sich im Lebenslauf[3] und erreicht bei den 30- bis 50-Jährigen die höchsten Werte; von 38 % im Jahr 1999 stieg es auf 42 % 2009. Bei Eltern mit Kindern zwischen 6 und 14 Jahren (mit Ausnahme der Alleinerziehenden) ist das Engagement, das in dieser Lebensphase besonders vom "Anspruch an eine qualitative Aufwertung der Betreuung und Ausbildung des eigenen Nachwuchses" motiviert sei[4], besonders hoch - und nimmt dann wieder bis zum Ruhestand ab. Der Einbruch nach dem 20. Lebensjahr wird mit dem "Abbruch von Engagementzusammenhängen aufgrund der Mobilität in der Phase der Ausbildung und Berufseinmündung"[5] zusammengebracht.
Der Engagementzyklus im Lebenslauf[6]:
Alter 14-19 20-29 30-39 40-49 50-59 60-69 70 ++ 1999: 38 % 33 % 36 % 40 % 39 % 31 % 20 % 2004: 37 % 33 % 37 % 42 % 40 % 37 % 22 % 2009: 36 % 33 % 40 % 43 % 36 % 37 % 25 %
Die 14- bis 24-Jährigen: Die Zahl der freiwillig Engagierten ist von 1999 37 % über 2004 36 % auf 2009 35 % gesunken. Weitere 49 % in dieser Altersgruppe würden 2009 freiwillig tätig werden wollen, davon 16 % sicher und 33 % eventuell; der Rest ist "nicht interessiert". Vergleichszahlen zu 1999 und 2004 werden hier nicht mitgeteilt. Das Interesse für freiwilliges Engagement wird "zunehmend" gestützt durch die Erwartung, sich "zusätzliche beruflich verwertbare Qualifikationen und Kompetenzen aneignen" zu können.[2]
Die über 60-Jährigen: Die "erfreulichste Entwicklung" hat sich nach Einschätzung des Bundesministeriums[7] im Bereich der älteren Menschen ergeben: In der Altersgruppe der 60- bis 69-Jährigen stieg die Engagementquote von 1999 bis 2009 um 7 % und liegt mit zuletzt 37 % knapp über dem altersunabhängigen Durchschnitt der Menschen über 14 Jahre; auch bei den über 70-Jährigen gab es in der gleichen Zeit eine Steigerung um 5 % auf 2009 25 %. Bemerkenswert: Das verstärkte Engagement dieser Altersgruppe vor allem in den Handlungsfeldern Soziales, Pflege und Betreuung und in zunehmend verantwortlicheren Engagementprofilen geht mit einem "erhöhten Anerkennungs- und Unterstützungsbedarf seitens des hauptamtlichen Personals"[7] einher.
Männer und Frauen:
Engagementbereiche:
Referat: -jor.
- ↑ Vgl. S. 1
- ↑ 2,0 2,1 S. 3
- ↑ Vgl. auch aktuell Olk, Thomas: Bürgerschaftliches Engagement im Lebenslauf (2010)
- ↑ Vgl. S. 4
- ↑ S. 4
- ↑ Vgl. S. 5
- ↑ 7,0 7,1 Vgl. S. 5
Ausgabe: 20.02.2010 | aktualisiert | ☼ ◊ Ѡ Α&Ω @_1002 N_1002
